Die Aktenlage
Nüchtern, datiert, überprüfbar. Für Redaktionen und Forschende.
Zuletzt aktualisiert: 13. August 2026
Jede Angabe unten ist auf ein Dokument im Familienarchiv oder auf die zeitgenössische Presse zurückgeführt. Nüchtern, datiert und überprüfbar, für Journalistinnen, Forschende und alle, die den Fall verifizieren.
Eine schweizerisch-venezolanische Erbin, geboren am 20. Dezember 1947 in Caracas. Einziges Kind und Alleinerbin von Othmar John Hitz, einem Schweizer Kaufmann, der in Venezuela ein Vermögen aus Kaffee und Liegenschaften aufbaute. Sie starb am 4. Februar 2019 in Miami, Florida.
Sie wurde im November 1965 in Washington D.C. als vermisst gemeldet, wenige Wochen vor ihrem achtzehnten Geburtstag. Die Washington Post brachte es am 23. November 1965 auf die Titelseite. Drei Tage später wurde sie in Caracas gefunden, verheiratet und mit einer neugeborenen Tochter.
Die Angaben widersprechen einander. Die Presse von 1965 nannte zehn Millionen Dollar, die Schweizer Presse 43 bis 129 Millionen Franken, in Caracas war von fünfzig Millionen Bolivar die Rede, und der damalige Anwalt der Familie sprach öffentlich von einem bescheidenen Vermögen. Othmar Hitz hatte den Grossteil seiner Werte auf fremde Namen eintragen lassen, vor allem auf den seines Anwalts. Er starb am 4. Juli 1958. Kein Mitglied der Familie hat das Vermögen je erhalten.
Goldspatz heisst goldener Spatz. Die Schweizer Presse benutzte das Wort, und das Bild vom goldenen Vogel im Käfig, während ihrer Kindheit, als sie Gegenstand eines Sorgerechtskriegs zwischen zwei Ländern war und von beiden Elternteilen nacheinander mitgenommen wurde, einmal im Januar 1961 von der Strasse vor ihrer Schule in Flurlingen.
Ein Testament wurde Mitte der 1950er Jahre in Caracas registriert. Später fand die Familie es dort nicht mehr. Nach Darstellung der Familie ergab eine gerichtlich angeordnete Öffnung des Grabes, dass kein Leichnam darin lag. Der Vergiftungsvorwurf stammt aus der Caracas-Presse von 1966 und von der früheren Ehefrau. Bewiesen ist er nicht.
Sehr wahrscheinlich John. Das Testament nennt ihn Othmar John Hitz, und der amtliche Rechnungsruf des Kreisamts Seewis im SHAB vom 29./30. Januar 1960 schreibt ebenfalls «Othmar John Hitz, geb. 20. April 1899 in Chur». Die Familie kannte ihn als Jakob. Weil zwei unabhängige Dokumente John sagen, ist John sehr wahrscheinlich der bürgerliche Name. Endgültig klärt es das Geburtsregister in Chur. Mehr dazu.
Nein. Das Archiv der Region Prättigau/Davos hat bestätigt, dass ein Vormundschaftsdossier zu Anna Maria Hitz im Bestand liegt. Die Einsicht ist bis heute nicht bewilligt. Bestand bestätigt ist nicht dasselbe wie Zugang gewährt.
Elisabeth Hitz, Autorin und alleinige Rechteinhaberin: elisabeth@thehitzinheritance.com