Akte 07

Wohin das Testament ging

Chur, Bern, Caracas, New York. Jede Amtsstelle, die die Presse von 1966 nannte, ist ein Ort, an dem Papier überlebt.

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2026


Akte 07 von 07

Ein verschlossenes Testament, registriert in Caracas 1954, gelangte in amtliche Schweizer Verwahrung. Die Presse von 1966 nannte jede Amtsstelle auf dem Weg. Für Schweizer Leser ist dies die wichtigste Seite des Falls.


1954

Registriert in Caracas

La República, 15. Januar 1966: registriert in Caracas am 6. Oktober 1954, 1960 in die Schweiz verbracht. Das Blatt vom 14. Januar druckte das Fotostat des Registereintrags, mit seiner Unterschrift am Fuss des Dokuments. Das venezolanische Register hat einen Namen: Registro Subalterno del Tercer Circuito.

Chur

Ein Gericht in Chur

Últimas Noticias, 11. Januar 1966, nach den Worten der Witwe: «El Testamento del millonario Othmar Jong Hitz está en Churz, Suiza, en un Juzgado de Menores.» Das Testament liege in Chur, bei einem Gericht für Minderjährige. Schreibweise wie gedruckt.

1960

Bern

La República, 26. Januar 1966: Die Erbin schrieb selbst an das Schweizer Mündigengericht und erhielt zur Antwort, das Dokument sei der Polizei übergeben worden, zur Weitergabe an die venezolanische Vertretung in Bern, geschehen 1960, laut der Schweizer Botschaft in Venezuela. Die Vertreter der Schweizer Regierung in Venezuela bestätigten dem Blatt vom 14. Januar die Übergabe an die venezolanische Gesandtschaft in Bern.

Die Schwester

In der Schweiz geöffnet

Últimas Noticias, 17. Januar 1966: In der Schweiz wurde auf Antrag der Schwester von Hitz ein Testament geöffnet, mutmasslich in Venezuela verfasst, das die Tochter Anna Maria Hitz Spring als Universalerbin einsetzte.

März 1966

Nach Bern verwiesen

Im März 1966 meldete die Presse in Caracas: Die Erben müssen in die Schweiz reisen und ihre Ansprüche bei den Behörden in Bern geltend machen, weil das Testament dort geöffnet wurde. Dieselbe Meldung: Nach venezolanischer Lesart hätte es in Venezuela geöffnet werden müssen, die Öffnung in der Schweiz entwerte den Inhalt rechtlich, und die Anspruchsberechtigten müssten Entschädigung von der Regierung in Bern verlangen.

Wenn Sie in Chur, in Bern oder in einer dieser Amtsstuben gearbeitet haben, oder wenn Ihre Familie Papiere von jemandem aufbewahrt, der es tat: melden Sie sich.

Wenn Sie sich an die Familie Hitz erinnern